
Stadtwerke Oberkirch investieren in Versorgungssicherheit
Neues Stromkabel wird mittels speziellem Bohrverfahren verlegt
Neues Stromkabel wird mittels speziellem Bohrverfahren verlegt
| Zurzeit verlegt gerade eine Fachfirma eine 20 kV Stromkabel-Trasse neu in der Kernstadt von Oberkirch. Die Stadtwerke Oberkirch investieren kontinuierlich in die Versorgungssicherheit ihrer Kunden. Vor zwei Wochen begannen an der Trafostation „Am Spritzenmättle“ die Arbeiten für die Neuverlegung eines Stromkabels. Auf einer Länge von 200 Meter bohrte eine bayrische Spezialfirma im Wege des Horizontal-Spühlbohrverfahrens erst einmal mittels Pilotbohrung sich zum Ziel in der Raiffeisenstraße durch. Nachdem der Bohrkopf in der Zielgrube wieder an die Oberfläche kam, wurde von dort dann noch einmal in Richtung „Spritzenmättle“ mit dem endgültigen Durchmesser eine Bohrung durchgeführt. „Das Bohrverfahren wird auch bei der Ölsuche angewendet“, erläutert Tobias Vespermann von den Stadtwerken auf Nachfrage. Nur dann suche sich der Bohrkopf einen Weg in die Tiefe und im vorliegenden Fall in Oberkirch arbeitete er sich horizontal zu seinem Ziel vor. Dabei überwindet er die 200 Meter in einer Tiefe zwischen drei und vier Metern. Per Hand kann dabei der Bohrkopf in unterschiedlicher Tiefe durch das Erdreich an sein Ziel geführt werden. Die neue Kabeltrasse verläuft parallel zu einer Stromleitung aus den 1950er Jahren, die in die Jahre gekommen ist. Damals wurde noch die gesamte Strecke aufgebaggert und das Kabel dann von oben in das Erdreich verlegt. Da für die neue Stromleitung sowohl der Gewerbekanal bei der Trafostation „Am Spritzenmättle“ und die Schienen der Renchtalbahn unterquert werden müssen, bot sich das horizontale Bohrverfahren diesmal an. Insgesamt werden durch den Kabelkanal mit einem Durchmesser von 35 Zentimetern drei Leerrohre gezogen. In diesen befinden sich die Stromkabel, die auch zukünftig die Versorgungssicherheit der Kunden im Bereich zwischen Appenweierer Straße, Spritzenmättle sowie Stadtmatt an das Stromnetz der Stadtwerke Oberkirch angeschlossen sind. Regelmäßig werden durch die Stadtwerke veraltete Stromleitungen gegen neue ausgetauscht, um auch zukünftig eine stabile Stromversorgung garantieren zu können. Die kompletten Arbeiten werden von der ersten Pilotbohrung bis zum Anschluss an die Trafostation circa drei Wochen dauern. Für die Unterquerung der einzelnen Grundstücke wurde zuvor jeweils die Einwilligung der Eigentümer eingeholt. ![]() Nur eine kleine Grube benötigt die Bohrmaschine, um sich von der Trafostation „Am Spritzenmättle“ bis zur 200 Meter entfernt gelegenen Zielgrube an der Raiffeisenstraße durchzuwühlen. Bei seiner Reise durch den Untergrund arbeitet sich der Bohrkopf in drei bis vier Meter Tiefe unter anderem auch unter dem Gewerbekanal und den Gleisen der Renchtalbahn durch. |
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